Gemeinsames Männerchor-Konzert von
collegium iuvenum Knabenchor Stuttgart
und den Stuttgarter Hymnus-Chorknaben.
Collegium iuvenum und Hymnus
Männerchöre, im Gesang vereint
Noch vor einigen Jahren hätte man es kaum für möglich gehalten, die Stuttgarter Hymnus-Chorknaben und das Collegium iuvenum Stuttgart ("Cis") gemeinsam in einem Konzert zu erleben. Zu viel Ärger und Querelen hatten sich da im Umfeld ereignet. Doch nun traf man sich glücklich vereint - wenn auch "nur" in Männerstimmen-Besetzung - zu einem konzertanten Auftritt in der überfüllten Stuttgarter Matthäuskirche.
Klangliche Offenbarungen ließen dennoch an diesem denkwürdigen Abend zunächst einmal auf sich warten. In Bewegung gerieten die jungen Tenöre und Bässe erst bei der eindringlichen, vor allem dynamisch packenden Wiedergabe von Franz Schuberts Goethe-Vertonung "Gesang der Geister über den Wassern".
Im Übrigen ist es den Ensembles und ihren - im Wechsel agierenden - Dirigenten Friedemann Keck und Hanns-Friedrich Kunz hoch anzurechnen, dass sich die milde, schlichte Schönheit von Mendelssohns Engelsgesang aus dem "Elias" dem Auditorium auch in dieser Besetzung nachhaltig mitteilte. Nicht minder ergreifend: das ruhig und klar intonierte "De profundis" für Männerchor, Orgel und Schlagwerk von Arvo Pärt.
Instrumentale Unterstützung gewährten in souveräner Manier Mitglieder von Musica viva Stuttgart, Sebastian Karl (Schlagzeug) und Tobias Horn (Orgel), der nicht zuletzt auch zwei Stücke aus den "Pièces de fantaisie" mit bemerkenswerter Sensibilität nachzuzeichnen wusste. Dietrich Röder
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